Heilerbau
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Seeblick
Gelöschter Benutzer
Re: Heilerbau
von Seeblick am 08.11.2016 18:13Mehrer Stimmen wecken mich und ich glaube, Efeustern zu hören. Sofort springe ich auf und ordne meinen Pelz so gut es geht, bevor ich aus meinem Nest krieche. Ein fremder Geruch dringt in meine Nase und ich sehe die junge Heilerin an, die gerade vor Efeustern umherstammelt.
“Hallo Schneeflocke“, begrüße ich sie trockener als gewollt und setze mich neben sie. Der Geruch nach FrostClan dringt in meine Nase und auch wenn ich mit dem Zusammenzug mit dem anderen Clan einverstanden war, so gefällt es mir nicht eine so junge und vermutlich unerfahrene Heilerin an meiner Seite zu haben. Aber was sie so drauf hatte, würde sich noch herausstellen.
“Der Vorrat sieht ganz gut aus, mal sehen was ich mit Schneeflockes zusammen bekomme. Nur Katzenminze fehlt definitiv“, überlege ich und sehe wieder zu Schneeflocke.
Re: Heilerbau
von Schneeflocke am 08.11.2016 19:28Ich rücke unauffällig, vorsichtig ein Stück weg von Seeblick. Sie zu mustern, getraue ich mir nicht.
Das sind zu viele Katzen.
Nur schwehr gelingt es mir äußerlich Fassung zu wahren. Den Blick weiter starr auf den Boden
gerichtet, immer weiter in mich zusammensinkend murmele ich.
" Neben ein paar eher gängigen Kräutern konnte ich noch den Rest unsere..Minze
mit-mitnehmen, es ist ist nur etwas zu-zu-wenig für einen spontanen Ausbruch. "
Informiere ich, beschähmt nicht schon eher daran gedacht zu haben.
" Wie haben kurz vor dem Zusammenschluss viel verbraucht. "
Nuschele ich jetzt fast und denke traurig zurück an dieses Durcheinander.
Ich habe getan was ich konnte, aber es war einfach zu viel für mich.
Re: Heilerbau
von Efeustern am 08.11.2016 19:49Ich zucke etwas vor dem Jungen zurück, nicht weil ich Angst vor dem Kleinen Ding habe, sondern einfach, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass es mich anspringt, geschweige denn damit, dass es mich als Mutter bezeichnet. Ich seufze, unternehme aber vorerst nichts dagegen, stattdessen höre ich lieber Schneeflocke zu. Ihr herum gestotter macht mich ein wenig ungeduldig, und ihre Antwort ist eher unbefriedigend - nicht, dass ich ihr einen Vorwurf deswegen machen würde - aber wenigstens bringt die weiße Kätzin es schnell auf den Punkt. Zum Glück kommt gerade Seeblick, die mir eine klarere Antwort liefert. Ich nicke ihr zu. "Geht die Kräuter durch, dann kann einer von euch in Begleitung eines Krieger später neues Zeug sammeln gehen", ordne ich an. Ich würde die Heilerin gerne fragen, wie es ihr geht, aber ich bezweifle, dass ich vor all den anderen Katzen eine ehrliche Antwort kriegen würde, daher lasse ich es einfach bleiben.
Stattdessen mustere ich das graue Junges, dass Körperkontakt - ganz im Gegensatz zu mir - zu mögen scheint. Ich schiebe Dämmerjunges ein wenig weg von mir. Es scheint ihr niemand gesagt zu haben, denke ich. Natürlich nicht, alle Katzen hatten in den letzten Tagen besseres zu tun, als einem Jungen zu erklären, dass ihr Vater, der verflucht noch mal nicht einmal ihr leiblicher Vater war, tot war.
Ein wenig skeptisch blicke ich Dämmerjunges an, ehe ich zu ihr sage: "Was weißt du über den SternenClan, Kleines?"
Daemmerjunges
Gelöschter Benutzer
Re: Heilerbau
von Daemmerjunges am 08.11.2016 21:02Ich sehe hoch zu meiner Mutter und beobachte ihre genauen Bewegungen. //wenn ich groß bin will ich genauso wie sie werden! Meine Mama ist so... so wow!// denke ich. //Und Papa ist der beste! Ich will auch später so ein Tollen Kater kennenlernen, ich möchte auch so ein Glück mit Katern haben wie Mama!// füge ich hinzu. Als meine Mutter mich fragt, was ich über den SternenClan weiß muss ich überlegen //über so etwas hat Papa nicht geredet... oder?// "Das... das sind doch die, die die Regeln erlassen haben und die uns führen und uns rat geben?" Frage ich eher, als das ich antworte.
Re: Heilerbau
von Efeustern am 08.11.2016 21:42Ich schnurre ein wenig bei Dämmerjunges fragender Antwort. "Das stimmt wohl", murmele ich und beginne zu erzählen, was ich selbst schon tausende von Malen von meiner Großtante Dämmerlicht erzählt bekommen habe: "Der SternenClan ist nicht einfach nur unser Ratgeber. Sondern viel mehr. Er ist schon sehr sehr alt, vielleicht sogar so alt wie die Zeit selbst. Denn schon lange vor unseren 5 Clans, hat es schon einmal 5 Clans gegeben... aber das ist eine andere Geschichte. Der SternenClan warnt uns nicht nur vor Bedrohungen, er ist viel mehr für uns Clan Katzen. Eine gute Katze wird immer von den Pfoten des SternenClans geleitet, denn auf jeden von uns haben sie ein Auge. Einst war jedes Mitglied des SternenClans eine Clan Katze. Leben und Tod befinden sich im ständigen Gleichgewicht. Stirbt eine Clan Katze, fährt dessen Seele in den Himmel und wird unsterblich als Teil des SternenClans. Und jede Nacht, wenn die Sterne am Himmel stehen, kannst du sie in gewisser weise sehen. Denn jeder Stern, steht für eine Katze des SternenClans."
Tief atme ich durch, ehe ich endlich auf den Punkt komme: "Was ich eigentlich damit sagen will, ist, dass Nachtschatten jetzt mit dem SternenClan jagt und nicht mehr bei uns sein kann."
Daemmerjunges
Gelöschter Benutzer
Re: Heilerbau
von Daemmerjunges am 08.11.2016 22:00Ich höre ihr aufmerksam zu. //Die SternenCkanKatzen scheinen nett zu sein…// denke ich mir. Die Geschichte von den anderen 5 Clans scheint – meiner Meinung nach, sehr spannend zu sein, doch bevor ich sie danach fragen kann, sagt sie, das mein Vater, mein geliebter Papa, der für mich da war, der so mutig und loyal war, der so unbesiegbar schien – einfach weg ist, im SternenClan. „Aber… aber warum?“ frage ich und in meinen Augen sammeln sich die Tränen. „Hat er mich nicht mehr lieb? Wollte er nicht zurückkommen? Mama, habe ich was falsch gemacht?“ ich sehe sie mit nun tränenden Augen an, unfähig aufzuhören mit Weinen. //Sicher habe ich etwas falsch gemacht… sicher hat er wegen mir den Clan gewechselt…// denke ich niedergeschlagen.
Re: Heilerbau
von Efeustern am 08.11.2016 22:25"Manchmal ist es an der Zeit, das gewisse Dinge passieren. Manchmal ist man machtlos dem Leben gegenüber. Dann passieren Dinge, von denen man nicht erwartet hätte, dass sie eintreffen. Gute und Schlechte. Schwarze und Weiße. Graue und Farbige. Denn mit einer bunten Palette tun sich viel mehr Möglichkeiten auf. Möglichkeiten, die das Leben einem präsentiert. Manchmal können wir uns aussuchen, welche Farbe wir wählen, aber manchmal wird eine Farbe für uns gewählt. Und wir können nichts dagegen tun. Das nennt man dann wohl Schicksal." Beinahe vergesse ich vollkommen, dass ich nur mit einem Jungen spreche, das vermutlich kaum in der Lage sein wird, meine Metaphern und Vergleiche zu verstehen. Automatisch schaue ich nach oben, während ich spreche und wünschte, ich würde den dunklen Nachthimmel erblicken, doch meine Augen finden nur die grauen Felwände der Höhle. "So spielt das Leben, Kleines", füge ich hinzu und sehe Dämmerjunges wieder an. "Manchmal passieren schlimme Dinge, die niemand verhindern kann. Und nicht einmal die weiseste Katze, könnte dir verraten, warum das so ist."
Na prima, Efeustern, du bist mal wieder furchtbar positiv drauf, denke ich.
"Es gibt viele Dinge, die ich nicht weiß. Aber das weiß ich mit Sicherheit: Du hast nichts falsch gemacht. Nachtschatten hat dich sehr lieb, daran kann auch sein Tod nichts ändern." Die folgenden Worte bringe ich nur ungerne über die Lippen und obwohl ich weiß, dass sie wahr sind, klinge ich ein wenig gezwungen - was ein Junges hoffentlich nicht bemerken würde: "Nachtschatten war ein mutiger und loyaler Krieger des NebelClans. Er hat gekämpft, um uns alle zu beschützen und sein Leben für uns gegeben. Er weilt nun im SternenClan und wird immer über dich wachen, Dämmerjunges."
Daemmerjunges
Gelöschter Benutzer
Re: Heilerbau
von Daemmerjunges am 09.11.2016 15:41Ich höre ihr leise wimmernd zu. „Dann… dann sind Farben eben doof!“ miaue ich. „Lieber will ich keine Farben mehr sehen, als Papa nicht zuhaben.“ Weine ich und drücke mich an meine Mutter. „Kannst du die Schicksals-Farbe nicht von ihm weg machen?“ frage ich. //Ich will Papa zurück…// denke ich. Wie ein Kleines Häufchen Elend sitze ich da, weinend und hoffend das sei nur ein böser Traum, aus dem ich bald erwache, von meinem Papa geweckt. Ich hoffe, dass Mama das machen kann, dass Mama mir die Farben nimmt und dafür Papa wiedergibt. Dass ich ihn zurückbekomme, dass er mich nicht hier so… so alleine lässt…
Seeblick
Gelöschter Benutzer
Re: Heilerbau
von Seeblick am 09.11.2016 18:37Efeustern ordnet nach meiner Antwort an, dass ich und Schneeflocke den Kräutervorrat durchgehen sollen und was fehlt sollen wir besorgen, in Begleitung eined Kriegers. Beim letzten Teil des Satzes rümpfe ich meine Nase und sehe Efeustern einige Sekunden stumm an. Als ob ich nicht alleine hinaus gehen könnte... Aber Efeustern würde schon wissen, was sie da sagte. Trotzdem würde ich nur die Gegenwart meiner NebelClan Krieger akzeptieren. Nicht weil ich die anderen nicht akzeptierte. Nein ganz und gar nicht. Ich vertraue ihnen nur noch nicht. Auch Schneeflocke muss sich erst noch beweisen. Ihr Auftreten verrät ihre Unsicherheit. Hoffentlich ist diese wegen der neuen Umgebung. Denn ein Heiler darf nicht unsicher sein. Und einen Schüler brauche ich beim SternenClan nicht.
Die Tatsache, dass Efeustern gerade tatsächlich mit einem Jungen sprach, lenkte mich ab. Ihre Art, so freundlich und fast schon warm komme ich seit langem wieder zu einem Lächeln.
Besser gelaunt und mit sanfterer Stimme als zuvor wende ich mich an meine neue Mitbewohnerin. Die zu meiner Überraschung auch bei genauerem Hinsehen wirklich wie eine Schneeflocke aussah.
“Na komm Schneeflocke. Ich zeige dir meinen Kräutervorrat. Verwüste ihn nur nicht, sonst zerkratz ich dir die Ohren“
Diese Drohung würde sie bei meinem ruhigen Ton kaum ernst nehmen und ich sehe sie freundlich an, damit sie nich sofort schreiend davon läuft. Wobei... dieser Tag würde so oder so kommen und Efeustern belustigen. Also was solls.
So gehe ich in meine Kräuternische und beäuge meinen Vorrat, nicht ohne den lieblichen Duft meiner Kräuter einzuatmen.
Re: Heilerbau
von Efeustern am 09.11.2016 18:43Ich lache auf, auch wenn es vielleicht nicht gerade angebracht ist. "Nein, Kleines, das kann ich nicht." Ich werde wieder ernster. "Manche Dinge sind endgültig. Nachtschatten ist tot und er wird niemals zurück kommen können. Aber er wird immer bei dir sein, hier drin", sage ich und deute mit meinem Schwanz auf die Stelle, an der Dämmerjunges Herz sitzt. "Ich weiß, dass es weh tut, aber du musst jetzt sehr stark sein. Nachtschatten würde das wollen. Immerhin möchte er, dass du glücklich bist und nicht, dass du traurig bist. Jede Katze muss irgendwann lernen, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind.
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