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Schattenkralle
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Re: Lager

von Schattenkralle am 06.03.2017 21:22

Ich sehe Efeustern nach, wie sie im Heilerbau verschwindet, unsicher, was ich davon halten soll.   // Zumindest gibt sie noch klare Anweisungen. Vielleicht möchte sie einfach noch ein bisschen länger überlegen. Ich habe sowieso nie viel von alten Traditionen gehalten. Solange jemand die Aufgaben übernimmt, was ich durchaus kann, ist doch alles gut. Hoffe ich. //

Ich gehe zu Nachtlicht und hebe gemeinsam mit ihr Wolfssterns Leichnam hoch. Es ist immer noch ein Schock, wie kalt der Körper ist. Ich versuche, die Trauer so weit wie möglich zu ignorieren und mich auf die Aufgabe zu konzentrieren. Gemeinsam tragen wir unsere ehemalige Anführerin nach draußen. Dort verschnaufe ich erst mal kurz, ehe ich beginne, das Grab zu schaufeln. Es ist anstrengend und es sammelt sich Dreck zwischen den Krallen, was besonders bei diesem kalten mathwetter unangenehm ist, aber ich reiße mich zusammen.   // Sternenclan, ich hoffe, du hast gut überlegt, als du aus fünf Clans zwei machtest. Es sieht momentan nämlich schlecht aus... //

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Nachtlicht
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Re: Lager

von Nachtlicht am 06.03.2017 20:32

Mitten auf dem Weg zum Kriegerbau, vernehme ich Efeusterns Stimme. Obwohl ich die Ereignisse lieber verdrängt und mich hingelegt hätte, ist es mir doch eine Ehre meine Anführerin zu begraben. Also kehre ich zur Leiche zurück. Natürlich nicht nur deshalb sondern auch, weil das Wort des Anführers Gesetz ist. Apropo Anführer, Efeustern hatte niemanden zum zweiten Anführer ernannt. //Ist sie so verwirrt? Wir brauchen aber doch ganz dringend eine neue zweite Anführerin oder einen neuen zweiten Anführer? Und was ist mit dem Gesetz der Krieger oder noch wichtiger, mit dem SternenClan?// Ich schüttele schnell den Kopf um meine Fragen zu vertreiben, denn jetzt hilft nur eins: einen kühlen Kopf bewahren. Nur dann kann ich und Schattenkralle Wolfstern begraben. Danach gehe ich am besten auf die Jagd um den Frischbeutehaufen etwas aufzustocken. Vorausgesetzt Efeustern erlaubt dies. Aber man muss ja schließlich die Clangewohnheiten wieder einführen. Also nicke ich Schattenkralle zu, nähere mich Wolfsterns Leiche und nehme ihren Nacken in mein Maul. Jetzt warte ich nur noch bis Schattenkralle ihre Hinterbeine nimmt, dann können wir sie hinaustragen.

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Efeustern
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Re: Lager

von Efeustern am 06.03.2017 16:51

Ich sitze noch eine ganze Weile da, tief in Gedanken versunken, die mich allesamt nicht nach vorne bringen. Doch dann beschließe ich, dass das ohnehin nichts nützt. Mein Blick fällt wieder auf die Leiche, die dort immer noch im Lager liegt. Lange sollte sie da nicht mehr bleiben, denke ich. "Nachtlicht, Schattenkralle", spreche ich die beiden Katzen an. "Ihr solltet sie begraben gehen."
Lagsam strecke ich meine Glieder und allmählich kommt Leben in meinen Körper. Die Nacht war kalt und der Schlafmangel macht meinen Körper ohnehin schon fertig genug. Aber irgendwie werde ich schon durchhalten. Wie immer.
Nach einigen Minuten beschließe ich aufzustehen und nach Seeblick zu sehen, die sich schon lange nicht mehr hat blicken lassen. So langsam mache ich mir Sorgen um sie, denke ich und verschwinde im Heilerbau.

--> Heilerbau

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Schattenkralle
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Re: Lager

von Schattenkralle am 05.03.2017 22:22

Efeustern nickt mir nur zu und langsam entferne ich mich wieder.   // Ich glaube nicht, dass das geholfen hat... //   Ich setze mich wieder hin und starre in die Ferne. Schmerzhaft langsam geht die Zeit vorüber, und nur unterbewusst bemerke ich, dass Mondhoch schon vorbei ist.
Es dauert noch eine ganze Weile, bis die Erkenntnis in mein Bewusstsein vordringt.   // Wir haben noch keinen zweiten Anführer! Ich hätte nicht gedacht, dass Efeustern so mitgenommen ist, dass sie die Ernennung versäumt. Oder fällt ihr die Entscheidung so schwer, weil die ältesten Krieger im Clan vorher im Frostclan waren und nicht im Nebelclan? Wenn das so ist, dann sind die Spaltungen wohl doch noch so tief, wie ich es befürchtet habe. //

Etwas bestürzt sehe ich zu Efeustern, die immer noch nichts macht. So langsam kriecht die Verzweiflung in mir hoch. Was der Sternenclan davon hält, ist mir egal, aber wir brauchen jetzt einen zweiten Anführer. Ich denke nicht einmal darüber nach, so selbstversändlich kommt es mir vor, dass ich die Aufgaben sofort übernehmen werde, wenn Efeustern nichts unternimmt. Aber ich hoffe, dass es nicht so weit kommt.   // Lass ihr noch ein bisschen Zeit. Aber spätestens bei Sonnenhoch sollte ich noch einmal nachfragen... //   In Gedanken versunken starre ich weiter vor mich hin.

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Nachtlicht
Gelöschter Benutzer

Re: Lager

von Nachtlicht am 05.03.2017 21:29

Die ganze Nacht schon sitze ich da, neben der Leiche meiner ehemaligen Anführerin und zweiter Anführerin. Ihr Tod geht mir ziemlich nahe, obwohl jeder der mich ansieht nur meine mürrische Fassade anblickt. Aber selbst bei mir schimmert die Trauer vermutlich doch durch. Ich achte gar nicht auf meine Umgebung, nicht mal auf meine Clangefährten die sich, wie ich doch mitkriege leise unterhalten. Ich erinnere mich noch daran, dass ich heute im kurzen Sonnenschein aufgewacht bin und für meine Verhältnisse fröhlich jagen gehen wollte. Beim hinaus gehen blaffte ich auch niemand an, was mir vermutlich verwunderte Blicke bescherte. Aber weg mit heute morgen, ich lebe schließlich nicht in der Vergangenheit sondern in der Gegenwart. Obwohl mir diese gerade nicht schön erscheint. Nicht schön ist eigentlich viel zu untertrieben, aber wenn ich jetzt in Gedanken fluche, hilft mir das nichts. Das einzige was es bringt ist das ich nicht nur traurig bin sondern auch noch wütend. Das Efeustern in dieser Nacht keinen zweiten Anführer ernennt, kriege ich eigentlich gar nicht mit. Zu stark ist meine Trauer über meine tote Anführerin. Nun ist die Nacht und die Totenwache allerdings vorbei, und ich kann einfach nicht anders als beim ersten Sonnenschein in meinen Bau zu verschwinden. Denn plötzlich will ich ihre Leiche nicht mehr sehen. Viel mehr will ich den letzten Tag und die letzte Nacht ungeschehen machen.

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Efeustern
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Re: Lager

von Efeustern am 28.02.2017 20:48

Einige Zeit sitze ich einfach stumm da, betrachte den Mond und die Sterne, das vertraute Lager und Dämmerjunges. Alles hauptsache nicht die nächste Leiche. Die kleine graue Kätzin sitzt einfach da, im starken Kontrast zu der Toten. Wolfsstern gehört in die Vergangenheit, doch unsere Zukunft sind die Jungen. Und Dämmerjunges ist das einzige Junge hier. Eine mickrige Zukunftsaussicht, aber immerhin besser als nichts. Ich überlege eine Weile, ob ich Dämmerjunges schlafen schicke, aber ich tu es doch nicht. Sie hat ohnehin schon alles gesehen und eine Nacht ohne Schlaf würde sie nicht umbringen. Immerhin kann sie es am Tag nachholen..
Eine ganze Weile denke ich nach, ehe Schattenkralle ein wenig auf mich zu kommt, automatisch spanne ich mich an, aber glücklicherweise hält er einen gewissen Abstand. Dann spricht er leise mit mir über die Stellvertreterwahl. Ich nicke ihm nur knapp zu, sage nicht. Das hilft mir absolut nicht weiter, denke ich.
Die Nacht ist schneller vorbei als ich dachte, vielleicht auch, weil die Tage schon länger werden - langsam aber stetig.
Die Nacht endet also und die Totenwache mit ihr. Aber ich habe absolut keine Kraft mehr noch ein Grab auszuheben.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.02.2017 20:49.

Schattenkralle
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Re: Lager

von Schattenkralle am 26.02.2017 17:55

Ich erlaube mir einen kurzen Seitenblick zu Efeustern. Ich hatte geglaubt, mich gerade überwunden zu haben, aber jetzt steigen die alten Zweifel doch wieder in mir hoch.   // Ich will diese Verwantwortung nicht. Ich wollte nie Anführer werden. Der Sternenclan hat mich nicht dafür vorgesehen. Wie soll ich mich denn jetzt verhalten? //

Eine Weile überlege ich noch, bis ich zu dem Schluss komme, dass es nur eine Möglichkeit gibt, was ich jetzt noch machen könnte. Verhindern kann ich es zwar nicht, aber vielleicht unwahrscheinlicher machen. Ich stehe auf und nähere mich Efeustern. Ich nicke kurz und setze mich dann in gewissem Abstand neben sie. "Ich - ich wolle nur sagen", beginne ich etwas zögerlich. "Ich kann das verstehen, wenn du einen anderen Krieger zum zweiten Anführer ernennen möchtest", sage ich leise, sodass es sonst niemand hören kann. "Ich vertraue darauf, dass du die beste Wahl für den Clan triffst. Das wollte ich nur gesagt haben", erkläre ich kurz und stehe dann wieder auf, um zu gehen. Einen Moment lang warte ich aber noch, ob Efeustern etwas dazu sagen möchte.

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Efeustern
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Re: Lager

von Efeustern am 26.02.2017 16:52

Als Pilzpfote sich zu uns gesellt und seinen Schwanz um Dämmerjunges legt, rücke ich automatisch ein Stück ab. Nachdenklich betrachte ich die reglose Leiche und frage mich, wer ihren Platz einnehmen könnte. Schattenkralle, Nebelschweif, Buntkralle, Rubinfeder, Habichtschwinge, zähle ich in Gedanken die Namen der Krieger auf, die mir zur Verfügung stehen. Habichtschwinge die ich wohl von allen am besten kenne und von der ich wünschte, ich könnte sie zur Stellvertreterin ernennen, fällt scon ziemlich früh auf. Sie war immer zurückhaltend und unauffällig und ließ sich nur selten blicken. Ich halte sie nicht für geeignet irgendwann diesen Clan zu führen. Rubinfeder komt ebenfalss nicht in Frage, da sie durch ihre Blindheit eingeschränkt ist, obwohl sie sich bisher wacker geschlagen hat, doch im ungewonten Terrain kann man ihr eine solche Aufgabe wohl nicht aufbürden. Buntkralle und Nebelschweif haben gerade erst meine Anweisungen missachtet, ich kann und will sie dafür ganz sicher nicht auch noch belohnen und Schattenkralle... er ist ein erfahrener Krieger. Aber unsere Aufeinandertreffen waren bisher alles andere als harmonisch und ich kenne ihn einfach viel zu wenig.
Wie ich es drehe und wende, ich bin mit keiner Wahl zufrieden.
Mondhoch kommt und geht also, ohne, dass ich einen neuen Stellvertreter ernannt hätte.
Stattdessen sitze ich einfach da, halte stumm meine Totenwache und wie durch ein Wunder schaffe ich es, dabei nicht einzuschlafen.

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Traumpfote
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Re: Lager

von Traumpfote am 24.02.2017 21:45

Pilzpfote reagiert nicht auf mich und so kann ich nicht verhindern, dass Dämmerjunges sich umdreht und die tote Katze erblickt. Auch Efeustern, ihre Mutter, sieht das Junge und unternimmt tatsächlich nichts. Schattenkralle starrt nur vor sich hin, ebenso wie Pilzpfote. Und Dämmerjunges kommt auf Efeustern zu, ich höre ihre leise Stimme, als sie fragt, warum die Kätzin hier im Lager liegt und nicht im Heilerbau. Ich verziehe das Gesicht und bohre die Krallen in den Boden. //Sie weiß nicht, dass die Katze tot ist... Oh heiliger SternenClan! Sag jetzt nichts Falsches, Efeustern. Sie darf es nicht erfahren. Nicht jetzt. Mir wäre es auch lieber gewesen, ich hätte den Tod so vieler nicht mitbekommen.// Doch ich höre Efuesterns Antwort, auch wenn sie leise spricht. Sie erklärt ihr alles. Ich kann es einfach nicht glauben. Ich zucke zusammen, als Pilzpfote neben mir auf einmal aufspringt und Dämmerjunges folgt. Er legt den Schweif um sie, doch dann macht er mit seiner vorigen Tätigkeit weiter, auf die Tote zu sehen. Er murmelt irgendetwas, was ich nicht verstehe.
Ich schließe die Augen und senke den Kopf. //Was ist nur falsch gelaufen?//, denke ich. Doch ich bin nur ein Schüler, es steht mir nicht zu, zu urteilen, geschweige denn, irgendetwas dagegen zu tun. Gegen all das hier. Ein Gefühl der Leere macht sich mit einem Mal in mir breit. Ein Gefühl der Machtlosigkeit. Es kommt mir vor, als würde mir jegliche Kontrolle über mein Leben entrissen werden. Als hätte ich sie noch nie besessen. Mir wird schwindelig. //SternenClan, wenn es dich gibt... Warum lässt du das zu? Dass so viele Unschuldige sterben. Und so viele Leben zerstört werden.// Doch wie immer bekomme ich keine Antwort. Ich werde wohl auch nie eine bekommen.
Langsam erhebe ich mich und drehe mich um. Ich muss hier weg. Ich stolpere regelrecht in den Schülerbau, der glücklicherweise direkt hinter mir ist. Dort flüchte ich mich in meine Ecke, in mein Nest und rolle mich fest zusammen. Dort bleibe ich eine Weile einfach nur liegen und versuche die Bilder zu verdrängen, die in mir hochkommen.

----> Schülerbau

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Schattenkralle
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Re: Lager

von Schattenkralle am 24.02.2017 20:28

Mit traurigem Blick verfolge ich, wie das Junge zu Efeustern läuft. An einem anderen Tag hätte ich darüber geschmuzelt, dass sie Efeustern für ihre Mutter hält. Aber jetzt sitze ich einfach nur tonlos da und höre, wie Efeustern der kleinen erklärt, dass Wolfsstern tot ist.
Dies erinnert mich daran, dass bald der neue Stellvertreter feststehen muss. Der analytische Teil meiner Gedanken sagt mir, dass es keine Alternative zu mir gibt, doch meine emotionale Hälfte will das nicht wahrhaben.   // Alter ist nicht alles. Auch die jüngeren Krieger könnten gute zweite Anführer werden. Sie hatten doch bestimmt mal Schüler, oder? //   Ich versuche, nicht mehr daran zu denken.   // Es wird kommen, wie es kommen wird. Ich werde die Entscheidung akzeptieren müssen. Selbst wenn sie mir nicht gefällt. Wenn Efeustern meint, dass es das Beste für den Clan ist, dann ist es wahrscheinlich so... //

Gedankenverloren starre ich noch eine Weile umher. Mein Magen knurrt leise, aber mir ist gerade nicht danach, zu Essen. Nicht jetzt. Ich entscheide mich, den Rest des Tages noch hier zu verbringen und die neue Situation zu akzeptieren. Zumindest will ich es versuchen.

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