Wald
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Re: Wald
von Schattenkralle am 06.03.2021 20:49Ich prüfe Schwanenpfotes Stellung und nicke. "Das sieht gut aus. Dann als nächstes das Schleichen. Stell dir vor, du hast ein Beutetier in der Nähe entdeckt, aber es ist noch zu weit entfernt, um es mit einem Sprung zu erwischen. Versuche, dich jetzt vorwärts zu bewegen, aber dabei flach am Boden zu bleiben und kein Geräusch zu machen. Achte auf deinen Schwanz, dass er nicht den Boden beführt, aber auch nicht zu hoch steht. Leg die Ohren an, halte den Kopf flach. Und dein Gewicht sollte auf den Hinterbeinen sein, damit du im richtigen Moment abspringen kannst", erkläre ich.
Dann lasse ich mich in eine Kauerstellung fallen und versuche, möglichst gut voranzuschleichen. Es sieht ganz gut aus, aber dann trete ich auf einen Zweig und es knackt laut. "Ähm. Also das sollte nicht passieren", murmel ich verlegen. "Aber jetzt versuch es mal selber. Bedenke außerdem, dass du im Schnee gut getarnt bist mit deiner Fellfarbe, aber im Wald eher weniger", ergänze ich noch, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das etwas zuviel auf einmal erklärt war.
Re: Wald
von Schwanenpfote am 08.03.2021 01:10Froh über das Lob höre ich meinem Mentor weiter zu, während er das Schleichen erklärt. Flach am Boden, kein Geräusch machen, Ohren anlegen, Gewicht auf den Hinterbeinen, notiere ich mir gedanklich und nicke etwas. Aufmerksam beobachte ich, wie der Krieger selber voranschleicht und zucke belustigt mit den Schnurrhaaren, als er auf einen Zweig tritt. Allerdings sage ich nichts zu seinem Missgeschick, stattdessen nehme ich erneut die Kauerstellung ein versuche, mich auf das Schleichen zu konzentrieren. Schattenkralle fügt noch hinzu, dass ich im Wald nicht so gut getarnt bin, wie im Schnee, und während ich überlege, was ich denn dagegen tun sollte, versuche ich mich außerdem an die wichtigsten Dinge des Schleichens zu erinnern. Kein Geräusch, flach, zum Abspringen bereit, erinnere ich mich schließlich.
Ich lege meine Ohren an und versuche, mein Gewicht auf meine Hinterbeine zu verlagern, auch halte ich meinen Schweif eher flach, wie zuvor. Als ich damit zufrieden bin, gehe ich einen Schritt nach vorne, in dem Versuch, dass es auch so aussieht, wie bei Schattenkralle. Vorsichtig setze ich meine Pfoten auf dem Boden ab, um so leise wie möglich zu sein, und erinnere mich nach ein paar Schritten, das Gewicht auf meinen Hinterbeinen zu lassen. Durch mein langes Fell berührt mein Schweif trotzdem kurz einige Blätter auf dem Waldboden, weshalb diese leise rascheln. Zu konzentriert auf meine Körperhaltung, um meinen Fehler zu bemerken, schleiche ich weiter voran und warte auf die Korrekturen meines Mentors.
Re: Wald
von Schattenkralle am 08.03.2021 09:17Als Schwanenpfote das Anschleichen probiert, sieht es ganz gut aus. Aber bin ich überhaupt in der Lage, das zu beurteilen? Schließlich passiert es mir selber häufig, dass ein Beutetier mich beim Anschleichen sieht...
Dann höre ich ein Rascheln. "Grundsätzlich ein guter Anfang, aber dein Schweif ist ein bisschen zu nahe am Boden gewesen. Keine Sorge, mit der Zeit trainiert man sich das an. Dann würde ich sagen, kommt jetzt der letzte Schritt: Der Sprung." Ich gehe selber wieder in die Kauerstellung und spanne meine Hinterbeine an.
"Wenn du nahe genug dran bist an deiner Beute, dass du sie mit einem Sprung erreichen kannst, dann prüfe den Abstand genau, spanne deine Hinterbeine an, aber ohne deinen Rücken nach oben zu bewegen, und warte den richtigen Moment ab, um das Beutetier zu erlegen. Dann springst du mir aller Kraft nach vorne. Nicht allzu sehr in die Höhe - außer du springst über ein Hindernis - und dann tötest du das Tier mit einem Biss, wobei du es am besten vorher mit den Krallen festnagelst", erkläre ich und springe dann mit einem gewaltigen Sprung einige Fuchslängen nach vorne.
Ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Demonstration, denn auch wenn meine Zielgenauigkeit und mein Anschleichen nicht besonders gut sind, das Springen kann ich ziemlich gut, was zum Teil an meiner Körpergröße liegt, zum Teil aber auch daran, dass früher im Frostclan das Springen häufig geübt wurde, um Raubvögel zu erlegen. Aber gleich kommt der schwierigste Teil: Ich muss das jagen selber vorführen... Gespannt warte ich ab, dass Schwanenpfote den Sprung selber versucht.
Re: Wald
von Schwanenpfote am 08.03.2021 14:26Als Schattenkralle mich auf meinen Fehler aufmerksam macht, nicke ich und bin etwas verlegen, dass ich es nicht selber bemerkt habe. Dann sehe ich zu, wie er in die Kauerstellung geht und lausche seinen Worten. Abstand prüfen, mit aller Kraft nach vorne springen, das Tier mit einem Biss töten, wiederhole ich, um es mir gut einzuprägen und warte gespannt auf seine Demonstration. Schattenkralle macht einen gewaltigen Sprung nach vorne, was mich ziemlich beeindruckt. Werde ich auch irgendwann mal so stark? Nachdem mein Mentor gesprungen ist, gehe ich wieder in die Kauerstellung und spanne meine Hinterbeine an, wobei ich versuche, meinen Rücken nicht nach oben zu bewegen. Als ich glaube, ich bin bereit, mache ich einen Sprung nach vorne, so weit wie ich kann, auch wenn es ein bisschen unkontrolliert ist, da ich meine eigene Kraft noch nicht einschätzen kann und etwas weiter komme, als ich geschätzt hatte. Ein paar wenige Fuchslängen weiter lande ich und versuche, mein Gleichgewicht so schnell wie möglich wieder zu fangen und sicher zu landen. Abwartend sehe ich zu meinem Mentor. Ob wir heute schon richtige Beute jagen werden? Bin gut genug?, frage ich mich.
Re: Wald
von Schattenkralle am 08.03.2021 15:56Nach Schwanenpfotes Sprung nicke ich. "Das sieht schon ganz ordentlich aus. Mit der Zeit wirst du Entfernungen sicherer einschätzen können. Aber die meisten Sachen beim Jagen hängen sowieso stark davon ab, wie viel man geübt hat. Deswegen würde ich sagen, ich werde mal nach einer Maus suchen und vorzeigen, wie man sie fängt, und dann kannst du es probieren." Zumindest hoffe ich, dass ich es vorzeigen kann...
Daraufhin prüfe ich die Luft. "Noch kann ich nichts riechen, aber das ist meistens so. Wir waren auch nicht gerade leise, deswegen ist die Beute in der näheren Umgebung vorsichtiger. Lass uns ein wenig weitergehen", schlage ich vor und setze mich in Bewegung. Währenddessen fahre ich fort. "Mäuse sind relativ klein und flink, aber sie können nicht fliegen oder größe Sprünge machen wie Frösche. Deshalb sind sie für den Anfang relativ einfache Beute - was nicht heißt, dass man sich nicht anstrengen muss. Aber mach dir nichts draus, wenn es die ersten paar Male nicht klappt, das ist ganz normal. Ich habe damals einen ganzen Viertelmond gebraucht, bis ich das erste Mal ein Tier erwischt habe", erzähle ich weiter, bis ich etwas rieche.
Ich hebe den Schwanz, um zur Vorsicht zu mahnen und begebe mich in Kauerstellung. Einige Fuchslängen weiter vorne krabbelt eine Maus umher. Ich hoffe, dass Schwanenpfote mir zuschaut und schleiche vorsichtig weiter. Ich halte mich geduckt; in der Blattleere ist man ohne die vielen Blätte an Bäumen und Sträuchern leichter zu sehen. Ich trete leise auf, aber jetzt schaut die Maus zufällig in meine Richtung und flitzt sofort los. Ich mache einen notdürftigen Sprung hinterher, aber verfehle das Tier um einiges.
"Tja, wie du siehst, selbst erfahrene Krieger scheitern manchmal", brumme ich. Und manche davon häufiger als andere. Ich hab es vermasselt... "Naja, wenn die Maus mich nicht so schnell gesehen hätte, dann hätte ich vermutlich besser zielen können. Aber genug davon. Jetzt kannst du es probieren. Mäuse können deine Pfotenschritt hören oder sogar spüren, wenn du zu stark auftrittst. Aber wenn du aufpasst, dann wird das schon gehen. Versuch mal, ob du hier in der Nähe eine Maus entdeckst", fordere ich meine Schülerin auf und bedeute ihr, die Führung zu übernehmen.
Perlenmond
Gelöschter Benutzer
Re: Wald
von Schwanenpfote am 10.03.2021 11:16Erleichtert, dass ich mich wohl nicht zu schlecht anstelle, nicke ich. Als Schattenkralle dann meint, ich darf selber heute versuchen, eine Maus zu fangen, zucke ich aufgeregt mit den Schnurrhaaren. Ob Echopfote auch gerade mit Pilzfarn jagen ist?, fällt mir ein. Vielleicht können wir heute Abend ja gemeinsam essen, was wir gefangen haben, und erzählen, was wir gemacht haben. Dann folge ich dem Krieger und lausche seinen Informationen über Mäuse. Es beruhigt mich etwas, dass er selber eine Weile für seinen ersten Fang gebraucht hat, obwohl ich weiß, dass ich mit mir nicht zufrieden wäre, wenn ich heute nichts fange. Während er erzählt, lasse meinen Blick in der Umgebung schweifen. "Welcher Clan ha-", beginne ich zu fragen, wessen Territorium der Wald früher war, als Schattenkralle mich zur Vorsicht mahnt und ich verstumme.
Gespannt beobachte ich, wie mein Mentor sich an eine Maus anschleicht, diese ihn jedoch entdeckt und entkommt. Ich ein bisschen enttäuscht über den nicht gelungenen Versuch, lächle den Krieger jedoch leicht an, da er selber frustriert wirkt. Dann fordert er mich auf, die Führung zu übernehmen und eine Maus zu suchen, worauf hin ich ihn kurz verdutzt ansehe. Auch wenn ich schon wusste, dass ich es heute versuchen soll, fühle ich mich nicht vorbereitet, jetzt wo ich selber jagen muss.
Mit einem tiefen Atemzug versuche ich mein laut schlagendes Herz zu beruhigen, dann prüfe ich die Luft und bin froh, mir den Geruch der Maus gemerkt zu haben. „Äh, ich glaube, ich rieche etwas aus der Richtung", meine ich und gehe vorsichtig los. Der Geruch wird etwas stärker, bemerke ich, und da sehe ich eine Maus einige Fuchslängen entfernt vor einem Gebüsch.
Wie gelernt nehme ich die Kauerstellung ein gehe gedanklich alles wichtige, was Schattenkralle vorhin erwähnt hat, durch. Ich hebe meinen Schweif etwas höher, als ich mich an meinen vorherigen Fehler erinnere. Dann schleiche ich mich langsam näher an das Tier, wobei ich mich konzentriere, so leicht und leise wie möglich aufzutreten. Mäuse können deine Pfotenschritte spüren, erinnere ich mich. Außerdem versuche ich, hinter Gebüschen zu bleiben, auch wenn diese keine Blätter mehr haben. Mein Fell ist leicht zu sehen.
Die Maus scheint mich nicht bemerkt zu haben und läuft ein kleines Stück weiter. Zu meiner Überraschung bin ich hier relativ nah gekommen, als sie sich umsieht. Verärgert, da sie mich definitiv entdecken wird, mache ich einen Schritt zurück, um mich eventuell noch hinter einem Baum verstecken zu können, trete jedoch auf einen Zweig. Mäusedreck. Die Maus hat mich nun durch das Geräusch definitiv bemerkt und läuft los, woraufhin ich versuche, sie mit einem Sprung zu erwischen.
Leider verfehle ich sie und lege verlegen die Ohren an, als ich wieder zu meinem Mentor tappe. "Fast", murmel ich.
Re: Wald
von Schattenkralle am 10.03.2021 11:45Ich versuche aufmunternd auszusehen, als Schwanenpfote die Maus verfehlt. "Der Anfang war schon gut. Vielleicht hättest du losspringen sollen, als sich die Maus umgedreht hat, anstelle zurückzuweichen, aber das hängt davon ab, ob du auch weit genug springen kannst. Das mit dem Zweig war Pech; mach dir nichts draus. Wenn du möchtest, kannst du es nochmal probieren", kündige ich an und erinnere mich an Schwanenpfotes Frage von vorhin.
"Falls du vorhin fragen wolltest, welcher Clan vorher hier lebte: Das war der Sonnenclan. Der Wald erstreckt sich auch ins Territorium des Veilchenclans; also wurde der Sonnenclan damals aufgeteilt in beide neuen Clans." Ich schwelge kurz in einigen Erinnerungen. Habe ich eigentlich schon etwas anderes über das Territorium gesagt? Ich glaube nicht... "Und die Beutetiere hier sind meistens Mäuse, Eichhörnchen und kleinere Vögel; vielleicht auch mal ein Kaninchen. Und der Wald ist weniger gefährlich als der Berg oder das Moor."
Re: Wald
von Schwanenpfote am 13.03.2021 01:29Bei Schattenkralles Aufmunterung blinzle ich ihn dankbar an und merke mir seinen Rat. "Ich würde es gerne noch mal versuchen", bestätige ich entschieden und prüfe bereits die Luft, um eine Maus für meinen nächsten Versuch ausfindig zu machen.
Als der Krieger dann meine Frage beantwortet, drehe ich meinen Kopf in seine Richtung um zu zeigen, dass ich zuhöre, suche jedoch mit den Augen immer noch die Umgebung nach Beute ab. "Verstehe...", murmel ich. Der Wald scheint mir recht freundlich, doch von dem ersten, kurzen Eindruck her, den ich von den verschiedenen Umgebungen hatte, habe ich beschlossen, den Berg am meisten zu mögen, trotz seiner Gefahren. Meistens Mäuse, Eichhörnchen, kleine Vögel und Kaninchen... einfachere Beute also, als auf dem Berg, oder? Schließlich meine ich, den Geruch einer Maus entfernt wahrnehmen zu können.
„Wieso haben sich die alten Clans denn eigentlich in Tau- und VeilchenClan aufgeteilt?", möchte ich wissen, während ich langsam in die Richtung tappe, in der ich die Maus vermute, entschlossen, heute erfolgreich zu sein.
Re: Wald
von Schattenkralle am 13.03.2021 09:33Ich senke meine Stimme, denn ich habe ebenfalls den Mausgeruch wahrgenommen und möchte das Tier nicht verscheuchen, noch ist die Maus aber entfernt genug, um antworten zu können. "Die fünf Clans hatten eine schlimme Blattleere hinter sich, in der wir viele Krieger verloren hatten. Und dann sind eine Menge Dachse in unser Territorium eingezogen. Wir wissen nicht, wieso, aber es gab immer wieder koordinierte Angriffe von denen auf unsere Lager und Patrouillen, die viele Leben gekostet haben. Als wir schließlich die letzten Dachse getötet oder vertrieben hatten, waren in kaum einem der Clans noch genug Krieger vorhanden, um noch als Clan bezeichnet zu werden. Also wandten wir uns an den Sternenclan, welcher entschied, dass wir uns neu gruppieren sollten. Zwei neue Clans sollten entstehen: Der Tauclan aus Frost- und Nebelclan und der Veilchenclan aus Heide- und Nachtclan. Der Sonnenclan hatte am wenigsten überlebende Mitglieder, deswegen konnten dessen Katzen sich entscheiden, welchem der beiden neuen Clans sie sich anschließen würden, und dessen Territorium wurde unter den neuen Clans aufgeteilt."
Ich seufze, als ich an all die gefallenen Clankameraden denke. "Es waren schwere Zeiten. Aber wir haben niemals aufgegeben. Und unsere Ahnen wandeln jetzt beim Sternenclan und schauen uns stolz dabei zu, wie wir die Traditionen fortführen und das Gesetz der Krieger aufrechterhalten", erkläre ich.
Dann halte ich inne, denn die Maus ist nun ganz in der Nähe und wir sollten nicht weiterreden, um uns zu verraten.








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