Wald
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Re: Wald
von Echopfote am 15.02.2021 10:27Löwenjunges
Ich verstehe nichts von ihren Worten, aber da ich meine Augen, die sich wie Blei anfühlen, sowieso nicht länger aufhalten kann bemerke ich dies auch noch nicht...Allerdings nehme ich ihr Schnurren war und ich entspanne mich zunehmend. Jetzt ist alles in Ordnung...denke ich mir erleichtert. Ich bin nicht mehr alleine... Leise schnurre ich und war daraufhin dann endlich eingeschlafen.
Tau.
Gelöschter Benutzer
Re: Wald
von Tau. am 16.02.2021 07:45Tau
Zufrieden stelle ich fest, dass mein Schnurren die gewünschte Wirkung auf den kleinen Kater zu haben scheint, denn er schläft tatsächlich ein. Ich erinnere mich, dass meine Mutter damals auch oft geschnurrt hat und ich das immer sehr entspannend fand. In meinen Gedanken rattert es bereits. Was soll ich mit dem Jungen machen? Ich denke scharf nach. Auf jeden Fall werde ich nicht mehr von seiner Seite weichen! Zumindest solange, bis er seine eigenen Entscheidungen treffen und für sich selbst sorgen kann. Aber solange das Kätzchen auf Hilfe angewiesen ist, würde ich mich um es kümmern. //Hoffentlich schaffe ich das.// Ich schüttele kurz den Kopf, um die Zweifel zu vertreiben. Natürlich würde ich das schaffen! Ich unterdrücke ein Gähnen. Die letzten Tage habe ich nur wenig geschlafen und ich bin drauf und dran mich dem Jungen anzuschließen und ebenfalls einzuschlafen. Doch das darf ich nicht! Zu groß ist die Gefahr, dass sich feindlich gesonnene Katzen oder sogar Wildtiere einen Angriff auf uns erlauben. Also zwinge ich mich wach zu bleiben. Es muss sein. Wenn ich einen Unterschlupf gefunden habe, in dem wir zumindest etwas geschützt sind, kann auch ich schlafen. Aber nicht hier, mitten im Wald, wo wir von überall angegriffen werden können.
Re: Wald
von Echopfote am 16.02.2021 11:18Löwenjunges
So sehr die Katze mich auch mit ihrem Fell zu wärmen und schützen versuchte, so konnte sie doch auf Dauer nichts gegen die eisige Kälte unternehmen die vom Schnee empor kroch...Hier waren wir kaum geschützt und mein Fell war bereits leicht durchnässt. Ebenso fühlte ich wie auch die eisige Kälte ihren Pelz in Anspruch nahm. Ihr musste wahrscheinlich auch so langsam ziemlich kalt sein... Schließlich wurde ich aus dem Schlaf gerissen und ich wimmerte leise...würde diese Kälte irgendwann verschwinden?
Tau.
Gelöschter Benutzer
Re: Wald
von Tau. am 16.02.2021 12:59Tau
Als der Kater plötzlich zu wimmern beginnt, werde ich aus meinen Gedanken gerissen. //Er friert ganz bestimmt.//, denke ich. Verständlich, denn sogar ich, mit meinem flauschigen, halblangen Fell, zittere bereits vor Kälte. Der Schnee, in dem ich liege, hat mein Bauchfell völlig durchnässt. //Ich muss einen warmen, trockenen Unterschlupf finden!// Wenn ich hier liegen bleiben würde, würden wir uns beide erkälten und das Junge könnte im schlimmsten Fall an grünem Husten versterben. Nein, das darf ich nicht zulassen! Ich lecke dem kleinen Kater kurz über den Kopf, ehe ich mich auf die Pfoten erhebe. Ich taumele kurz, da meine Gliedmaßen ganz steif vor Kälte sind, aber mir ist bewusst, dass ich keine Zeit habe, meine Muskeln zu lockern. Also senke ich den Kopf und hebe das Junge am Nackenfell hoch. //Wohin soll ich gehen?// Es würde nichts bringen, wenn ich ewig nachdenke, also trabe ich einfach los in eine Richtung. Irgendwann muss ich doch auf einen Unterschlupf stoßen!
Re: Wald
von Echopfote am 16.02.2021 13:49Löwenjunges
Abwartend sehe ich zu ihr, ich vertraute ihr und deshalb hoffte ich auch sie hätte irgendeine Lösung...Ich selbst war noch zu klein dieses Problem zu lösen, meine kleinen Pfoten würden mich kaum ein kleines Stück weiter tragen können...Mir ist so kalt...Dachte ich. Würden wir also doch sterben? Angst breitete sich erneut in meinem Herzen aus, diese Angst wurde allerdings schon im Keim erstickt als sie über meinen Kopf leckte und ich ihren entschlossenen Blick sah, ehe sie mich am Nackenfell packte. Kurz wimmerte ich, so war es nur noch kälter, aber ich verstand das dies notwendig war, da ich ihr vertraute und selbst ich wusste das wir an diesem Ort nicht länger bleiben könnten...
Tau.
Gelöschter Benutzer
Re: Wald
von Tau. am 16.02.2021 16:39Tau
Irgendwann bemerke ich, trotz des Jungen zwischen meinen Zähnen, dass der frische Geruch nach fremden Katzen kräftiger wird. Meine Hoffnung wächst, dass das eventuell die Clan-Katzen sein könnten. Konzentriert versuche ich dem Geruch zu folgen und sehe zwischen den Bäumen den Eingang einer Höhle. Erleichterung durchfährt meinen erschöpften Körper. Dort können wir uns ausruhen und wären geschützt vor der Kälte! Während ich noch zuversichtlich auf den Höhleneingang zulaufe, bemerke ich, dass der Katzengeruch immer stärker wird und mir ist klar, dass die Höhle den Clan-Katzen gehören muss. Zögernd bleibe ich stehen. Soll ich wirklich einfach in die Höhle der Clan-Katzen gehen? Mir ist bewusst, dass ich wohl keine andere Wahl habe. Also straffe ich die Schultern und betrete die Höhle mit dem Jungen zwischen den Zähnen.
[--> Lager]
Re: Wald
von Schattenkralle am 04.03.2021 20:35Lager -->
Während wir das Moor durchqueren, bestätigen die Duftspuren meine Vermutung. Efeustern und Dämmerpfote scheinen tatsächlich zur Mooskuhle gegangen zu sein. Schließlich erreichen wir den Fluss, der das Moor vom Wald trennt. Hier liegt ein schmaler Baumstamm, den man zum überqueren nutzen kann. Ich drehe mich zu Schwanenpfote um.
"Der Stamm dort ist nur stabil genug für eine Katze gleichzeitig. Im Notfall gehen vermutlich auch zwei leichtere Krieger oder ein Krieger und ein Schüler, aber solange es nicht notwendig ist, gehen wir nur nacheinander über den Fluss. Weiter stromaufwärts ist eine flachere Stelle, wo man manchmal durchwaten kann, ohne weggespült zu werden. Dort haben wir auch die Katzen des Veilchenclans herübergeführt vor einem Viertelmond", erkläre ich und zeige in Richtung der Berge.
"Also, konzentrier dich darauf, das Gleichgewicht zu halten und benutze deine Krallen, um nicht abzurutschen", ordne ich an. "Dann geh vorsichtig Schritt für Schritt weiter. Der Stamm ist vielleicht einigermaßen schmal, aber für Schüler wie dich immer noch breit genug, um gut rüberlaufen zu können. Ich werde direkt nach dir herübergehen und bin bereit, zu helfen, falls du dich nicht sicher fühlst. Aber du schaffst das sicher alleine", versuche ich, optimistisch zu klingen. Nicht, dass ich es nötig hätte, mich zu verstellen - bisher hat meines Wissens nach jeder neue Schüler im Tauclan diese Aufgabe gut gemeistert - aber ich weiß nicht, ob meine Erklärung das auch vermittelt hat.
Re: Wald
von Schwanenpfote am 04.03.2021 22:10<---Lager
Während ich Schattenkralle durch das Moor folge, bin ich trotz des größtenteils gefrorenen Bodens vorsichtig. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich mich mit den schwammigen Böden anfreunde. Auch bin ich froh, dass wir in den Wald gehen, und ich meine Jagdstunde nicht direkt im tückischen Moor haben muss. Ich komme neben meinem Mentor zum Stehen und betrachte den schmalen Baumstamm, während ich seinen Worten lausche.
Nachdem ich kurz genickt habe, gehe ich näher zu dem Fluss und setze erst vorsichtig eine Pfote auf den Stamm. "Was, wenn jemand doch in den Fluss fällt?", frage ich, eher aus Neugier als Skepsis. Dann gehe ich, nachdem ich mich von der Stabilität des Stamms versichert habe, etwas schneller weiter. Wenn mein Mentor meint, der Stamm ist sicher, dann glaube ich ihm. Außerdem klingt er ziemlich optimistisch geklungen, dass ich es schaffen würde.
Auf ungefähr halber Länge rutsche ich fast aus und bohre schnell meine Krallen in das Holz. Ich hätte doch etwas vorsichtiger sein sollen. Mäusedreck! Einen Moment brauche ich noch, bis ich mein Gleichgewicht wiedergefunden habe. Als ich mich von dem kleinen Schreck erholt habe, drehe ich meinen Kopf zu Schattenkralle um und lege etwas verlegen die Ohren an. "'Tschuldigung", murmel ich und gehe schließlich mir zögerlicheren Schritten weiter, damit mir der Fehler nicht nochmal passiert.
Am Ende springe ich erleichtert, wieder festen Boden unter den Pfoten zu haben, von dem Baumstamm runter und warte darauf, dass auch Schattenkralle den Fluss überquert hat.
Re: Wald
von Schattenkralle am 05.03.2021 09:04Schwanenpfotes Frage lässt mir schreckliche Gedanken durch den Kopf gehen, aber ich wische sie beiseite. "Dann helfen alle anwesenden Krieger, ihn wieder rauszuziehen. Und zur Not springen sie selber hinterher, falls sie schwimmen können", erkläre ich, während die Schülerin sich den Stamm entlang arbeitet.
Dann schwankt sie, worauf ich zusammenzucke und mich sprungbereit mache, aber Schwanenpfote fängt sich wieder. Als sie drüben ist, laufe ich ebenfalls hinüber. "Das hast du gut gemacht. Ein kleiner Ausrutscher passiert schonmal. Wichtig ist, dass du dich sofort mit deinen Krallen festgehalten hast. Solange man aufmerksam ist, sollte nichts passieren. Viel gefährlicher ist es, wenn man einen noch dünneren Ast das erste Mal ausprobiert. So etwas dürfen selbstverständlich nur Krieger machen", füge ich hinzu. "Aber nun zum eigentlichen Thema: Deine erste Jagdlektion."
Ich bedeute meiner Schülerin, mir in den Wald zu folgen, und nach einiger Zeit sind wir weit genug vom Fluss entfernt, dass man bei der Verfolgung von Beute nicht ausversehen hinein springt. Ich setze mich hin und fange an, die Grundlagen zu erklären.
"Grundsätzlich haben die meisten Beutetiere gemeinsam, dass man sich irgendwie an sie anschleichen muss, ohne dass sie dich bemerken. Deswegen fangen wir damit an. Zunächst das Lauern: Wenn man darauf wartet, dass die Beute sich irgendwo hinbewegt oder ähnliches, dann muss man zwar bereit sein, sich schnell zu bewegen, aber möglichst flach am Boden sein."
Ich lasse mich flach auf den Boden fallen, wobei mein Schwanz lang nach hinten liegt und meine Pfoten fast senkrecht unter meinem Bauch sind. "Denk daran, dies ist kein Schläfchen in der Sonne, dies ist eine Aufgabe, die Präzision erfordert. Versuch es mal", fordere ich Schwanenpfote auf, ebenfalls in Lauerstellung zu gehen.
Re: Wald
von Schwanenpfote am 06.03.2021 13:54Bei Schattenkralles Worten nicke ich, gucke jedoch trotzdem unzufrieden auf den Boden. Auf dem Rückweg wird mir das nicht passieren, nehme ich mir vor. Als der Krieger dann die Jagdlektion erwähnt, bessert sich meine Stimmung wieder und ich folge meinem Mentor in den Wald, wobei ich mich neugierig umsehe. Hier waren wir bei dem gestrigen Rundgang schließlich nicht, der Ort ist neu für mich, weshalb ich aufmerksam die neuen Eindrücke auf mich einwirken lassen möchte.
Nachdem wir uns weit genug vom Fluss entfernt haben, setzt Schattenkralle sich und ich tue es ihm nach, meine Aufmerksamkeit auf meinen Mentor gerichtet, um mir seine Erklärung gut einzuprägen. Bereit sein, sich schnell zu bewegen, aber nah am Boden bleiben, wiederhole ich und nicke langsam. Dann nimmt er selbst die erklärte Lauerstellung ein und ich versuche mir so gut wie möglich zu merken, wie es aussehen soll, bevor er mich auffordert, es ebenfalls zu versuchen.
Ich kauere mich flach auf den Boden und versuche meine Pfoten ungefähr so zu positionieren, dass ich recht sicher stehe, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren und zur Seite zu kippen. Meinen Schweif lasse ich ebenfalls knapp über dem Boden. So wie Schattenkralle lasse ich meinen Schweif hinter mir lang und knapp über dem Boden. Anschließend sehe ich zu dem Krieger. „So?", frage ich nach.






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