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Re: Lager
von Schattenkralle am 16.04.2017 18:43Ich blinzele kurz, als Traupfote mich anspricht. // Sonnenclan, oder? // Ich nicke langsam. "Ich schätze, es ist Zeit, dass jemand den Frischbeutehaufen auffüllt. Es lohnt sich sowieso nicht mehr darauf zu warten, dass Efeustern einen zweiten Anführer ernennt. Die anderen Clans werden wahrscheinlich keine Probleme an unseren Grenzen machen, also brauchen wir sie auch nicht zu überprüfen - ..." Mitten im Satz wird mir bewusst, dass es nur einen anderen Clan gibt. Ich schüttele mich kurz, um den lästigen Gedanken loszuwerden und sehe den kleinen Kater wieder an.
"Gibt es einen Ort, wo du am liebsten jagen würdest?", frage ich den Schüler, denn ich möchte verhindern, dass ich es mir einfach mache und immer nur am Berg jagen gehe.
Re: Lager
von Schattenkralle am 14.03.2017 18:12Als ich Efeustern sehe, setze ich zu einer Frage an, aber sie sieht sehr müde aus und geht einfach an mir vorbei und verschwindet in ihrem Bau. // So wie es aussieht, wird das wohl warten müssen... Vielleicht sollte ich die Dinge wirklich in die Pfote nehmen und mal eine Patrouille organisieren. //
Allerdings ist außer mir gerade niemand im Lager. Ich sehe mich noch einmal um und entscheide mich dafür, erst einmal auf Nachtlicht zu warten. // Aber wir brauchen doch jetzt eine Jagdpatrouille, und da hilft sie nicht gerade... //
Re: Lager
von Schattenkralle am 11.03.2017 09:28"Okay", antworte ich und hebe gemeinsam mit Nachtlicht Wolfssterns Leichnam in die frisch gegrabene Grube. Ein letztes Mal sehe ich in das vertraute Gesicht und ich verspüre eine Welle tiefen Schmerzes. // Das ist jetzt Vergangenheit. Ich sollte in die Zukunft blicken. Ich kann nichts daran ändern. Ich muss jetzt stark sein, für den Clan. Auch wenn es mir schwerfällt. //
Ich hole tief Luft und fange an, Pfote nach Pfote Erde in das Grab zu schieben. Mir steigen die Tränen in die Augen, während Wolfssterns Gesicht unter der Erde verschwindet. Langsam schaufele ich mit Nachtlicht zusammen weiter, bis der Boden wieder einigermaßen glatt ist. // Jetzt habe ich es hinter mich gebracht. Jetzt muss ich mich darum kümmern, dass Efeustern endlich einen zweiten Anführer ernennt... //
Als wir fertig sind, gehe ich zurück ins Lager und sehe mich dabei nicht um. Ich weiß, dass es mir nur noch mehr wehtun würde. Stattdessen blicke ich im Lager umher und überlege, ob ich eine Jagdpatrouille losschicken sollte.
Re: Lager
von Schattenkralle am 07.03.2017 15:52(kein Problem, im Vergleich zu anderen hast du ziemlich früh gewantwortet. bei den wenigen mitgliedern auf der seite dauert es manchmal sogar einige tage, bis wieder eine antwort irgwndwo im Tauclan kommt)
Ich kriege kaum mit, wie lange es dauert, die Kuhle auszuheben. Nach einiger Zeit faucht Nachtlicht plötzlich. Ich zucke vor Schreck zusammen, doch dann sehe ich, dass sie an der Pfote blutet, vermutlich eine abgebrochene Kralle. Ich überlege kurz, ob ich meine Hilfe anbieten soll, entscheide mich aber dagegen. // Ich kriege sowieso nur eine mürrische Antwort zurück... Aber irgendwie kann ich das verstehen. //
Stattdessen grabe ich noch ein Stück weiter, bis ich glaube, dass das Grab tief genug ist. Ich sehe Nachtlicht fragend an, um herauszufinden, ob sie mir noch mithelfen will, Wolfsstern hineinzulegen oder ob sie zum Heilerbau möchte.
Re: Lager
von Schattenkralle am 06.03.2017 21:22Ich sehe Efeustern nach, wie sie im Heilerbau verschwindet, unsicher, was ich davon halten soll. // Zumindest gibt sie noch klare Anweisungen. Vielleicht möchte sie einfach noch ein bisschen länger überlegen. Ich habe sowieso nie viel von alten Traditionen gehalten. Solange jemand die Aufgaben übernimmt, was ich durchaus kann, ist doch alles gut. Hoffe ich. //
Ich gehe zu Nachtlicht und hebe gemeinsam mit ihr Wolfssterns Leichnam hoch. Es ist immer noch ein Schock, wie kalt der Körper ist. Ich versuche, die Trauer so weit wie möglich zu ignorieren und mich auf die Aufgabe zu konzentrieren. Gemeinsam tragen wir unsere ehemalige Anführerin nach draußen. Dort verschnaufe ich erst mal kurz, ehe ich beginne, das Grab zu schaufeln. Es ist anstrengend und es sammelt sich Dreck zwischen den Krallen, was besonders bei diesem kalten mathwetter unangenehm ist, aber ich reiße mich zusammen. // Sternenclan, ich hoffe, du hast gut überlegt, als du aus fünf Clans zwei machtest. Es sieht momentan nämlich schlecht aus... //
Re: Lager
von Schattenkralle am 05.03.2017 22:22Efeustern nickt mir nur zu und langsam entferne ich mich wieder. // Ich glaube nicht, dass das geholfen hat... // Ich setze mich wieder hin und starre in die Ferne. Schmerzhaft langsam geht die Zeit vorüber, und nur unterbewusst bemerke ich, dass Mondhoch schon vorbei ist.
Es dauert noch eine ganze Weile, bis die Erkenntnis in mein Bewusstsein vordringt. // Wir haben noch keinen zweiten Anführer! Ich hätte nicht gedacht, dass Efeustern so mitgenommen ist, dass sie die Ernennung versäumt. Oder fällt ihr die Entscheidung so schwer, weil die ältesten Krieger im Clan vorher im Frostclan waren und nicht im Nebelclan? Wenn das so ist, dann sind die Spaltungen wohl doch noch so tief, wie ich es befürchtet habe. //
Etwas bestürzt sehe ich zu Efeustern, die immer noch nichts macht. So langsam kriecht die Verzweiflung in mir hoch. Was der Sternenclan davon hält, ist mir egal, aber wir brauchen jetzt einen zweiten Anführer. Ich denke nicht einmal darüber nach, so selbstversändlich kommt es mir vor, dass ich die Aufgaben sofort übernehmen werde, wenn Efeustern nichts unternimmt. Aber ich hoffe, dass es nicht so weit kommt. // Lass ihr noch ein bisschen Zeit. Aber spätestens bei Sonnenhoch sollte ich noch einmal nachfragen... // In Gedanken versunken starre ich weiter vor mich hin.
Re: Lager
von Schattenkralle am 26.02.2017 17:55Ich erlaube mir einen kurzen Seitenblick zu Efeustern. Ich hatte geglaubt, mich gerade überwunden zu haben, aber jetzt steigen die alten Zweifel doch wieder in mir hoch. // Ich will diese Verwantwortung nicht. Ich wollte nie Anführer werden. Der Sternenclan hat mich nicht dafür vorgesehen. Wie soll ich mich denn jetzt verhalten? //
Eine Weile überlege ich noch, bis ich zu dem Schluss komme, dass es nur eine Möglichkeit gibt, was ich jetzt noch machen könnte. Verhindern kann ich es zwar nicht, aber vielleicht unwahrscheinlicher machen. Ich stehe auf und nähere mich Efeustern. Ich nicke kurz und setze mich dann in gewissem Abstand neben sie. "Ich - ich wolle nur sagen", beginne ich etwas zögerlich. "Ich kann das verstehen, wenn du einen anderen Krieger zum zweiten Anführer ernennen möchtest", sage ich leise, sodass es sonst niemand hören kann. "Ich vertraue darauf, dass du die beste Wahl für den Clan triffst. Das wollte ich nur gesagt haben", erkläre ich kurz und stehe dann wieder auf, um zu gehen. Einen Moment lang warte ich aber noch, ob Efeustern etwas dazu sagen möchte.
Re: Lager
von Schattenkralle am 24.02.2017 20:28Mit traurigem Blick verfolge ich, wie das Junge zu Efeustern läuft. An einem anderen Tag hätte ich darüber geschmuzelt, dass sie Efeustern für ihre Mutter hält. Aber jetzt sitze ich einfach nur tonlos da und höre, wie Efeustern der kleinen erklärt, dass Wolfsstern tot ist.
Dies erinnert mich daran, dass bald der neue Stellvertreter feststehen muss. Der analytische Teil meiner Gedanken sagt mir, dass es keine Alternative zu mir gibt, doch meine emotionale Hälfte will das nicht wahrhaben. // Alter ist nicht alles. Auch die jüngeren Krieger könnten gute zweite Anführer werden. Sie hatten doch bestimmt mal Schüler, oder? // Ich versuche, nicht mehr daran zu denken. // Es wird kommen, wie es kommen wird. Ich werde die Entscheidung akzeptieren müssen. Selbst wenn sie mir nicht gefällt. Wenn Efeustern meint, dass es das Beste für den Clan ist, dann ist es wahrscheinlich so... //
Gedankenverloren starre ich noch eine Weile umher. Mein Magen knurrt leise, aber mir ist gerade nicht danach, zu Essen. Nicht jetzt. Ich entscheide mich, den Rest des Tages noch hier zu verbringen und die neue Situation zu akzeptieren. Zumindest will ich es versuchen.
Re: Lager
von Schattenkralle am 22.02.2017 19:58Ich starre noch eine Weile den Boden an, während in mir sich ein Gefühl der Leere ausbreitet, wo vorher Wut und Trauer waren. Ich achte nicht mehr darauf, was um mir herum passiert und versuche, nicht zu viel nachzudenken, um nicht noch einmal umzukippen wie vorhin.
// Wie soll ich das bloß überstehen? // Ich bemerke, dass ich mittlerweile sehr erschöpft bin von den bisherigen Ereignissen, weshalb ich mich hinsetze und dann zu Wolfsstern sehe. Ein Teil von mir will immer noch nicht akzeptieren, dass sie tot ist. // Noch vor einem halben Mond hätte ich nie gedacht, dass der Tauclan irgendetwas hätte werden können. Die Erinnerung an die alten Clans hätte meiner Ansicht nach tiefe Spalten in beide neue Clans getrieben. Ironischerweise hat sich dies jetzt geändert. Jetzt gibt es kaum noch jemanden, mit dem ich meine Erinnerungen an den Frostclan teile. Jetzt haben alle im Tauclan etwas gemeinsam: Unser alter Clan ist tot und wir sind die letzten Überlebenden. //
Plötzlich verspüre ich eine neue Welle der Zuversicht. Schwach, aber doch vorhanden. Ich glaube jetzt eher daran, dass der Tauclan vielleicht ein richtiger Clan werden könnte. Es wird noch ein oder zwei Blattwechsel dauern, aber wenn erst einmal neue Junge kommen, dann werden wir zusammenwachsen. Wenn wir bis dahin überleben. Jetzt schwindet meine Zuversicht wieder. Wie es momentan aussieht, stehen unsere Chancen da sehr gering.
Re: Lager
von Schattenkralle am 19.02.2017 09:33<-- Moor
Efeustern und ich kommen von unserer Suche zurück und wir tragen Wolfssterns Leichnam. Ich steuere in Richtung Lagermitte, wo wir noch ein letztes Mal um unsere zweite Anführerin trauern können. Dann nehme ich erst wahr, wer gerade in der Nähe ist. Die beiden Schüler scheinen mit Dämmerjunges zu reden. Zu spät frage ich mich, ob das Junge es wohl verkraften würde, die nächste tote Kriegerin zu sehen.
Wir legen Wolfsstern ab und jetzt bemerke ich, wie stark meine Muskeln schmerzen. Noch einmal steigen mir die Tränen in die Augen, als ich meine ehemalige Anführerin auf dem Boden liegen sehe. // Es tut mir so Leid. Ich hätte dein Fehlen früher bemerken müssen. Ich hätte dich finden und herausziehen müssen, bevor es zu spät ist... //








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