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Re: Lager
von Schwanenpfote am 22.03.2021 02:01Erfreut, dass Dämmerpfote sich zu mir setzt, schnurre ich. Schließlich habe ich mir vorgenommen, öfter mit ihr zu reden, auch wenn wir alle beschäftigt mit der Ausbildung sind. Irgendwie habe ich schon in der Kinderstube manchmal etwas Mitleid mit ihr gehabt, da Efeustern, welche Dämmpfote als ihre Mutter bezeichnet, so selten da war und ihr Vater, wie Echopfote und meiner, gestorben ist. Ich frage mich, ob sie sich einsam fühlt.
"Ja, wir waren im Wald", antworte ich der grauen Kätzin. "Ich wäre fast ins Wasser gefallen, als wir den Fluss, der das Moor von dem Wald trennt, überquert haben." Ich klinge etwas amüsiert über mein Missgeschick. "Aber dann ging es eigentlich. Schattenkralle hat mir erklärt, wie man jagt, ich habe eine Maus gefangen und er hat mir das Gesetz der Krieger erklärt.", erzähle ich, dann deute ich mit dem Kopf zu ihren Frosch. "Und ihr? Hast du den Frosch selber gefangen?" Nachdem ich ihre Antwort abgewartet habe, muss ich gähnen und seufze innerlich. Echopfote ist noch nicht hier, aber ich sollte trotzdem versuchen, zu schlafen.
Langsam stehe ich auf und strecke mich kurz. "Ich denke, ich gehe dann auch schlafen", meine ich müde zu der anderen Schülerin. Ob sie heute wieder bei ihrer Mutter schlafen möchte? Vielleicht kommt sie heute ja auch zu uns. Verstehen könnte ich es, wenn sie wieder in den Anführerbau geht, doch ich hoffe, sie weiß, dass sie im Schülerbau genauso willkommen ist. "Gute Nacht." Freundlich schnurrend neige ich zur Verabschiedung den Kopf, auch Schattenkralle nicke ich kurz zu, bevor ich im Schülerbau verschwinde.
---> Schülerbau
Re: Lager
von Schwanenpfote am 21.03.2021 12:48Bei Schattenkralles Worten nicke ich. Vielleicht ja morgen. Ich bin wahrscheinlich auch schon zu müde. Dann folge ich seinem Blick zu den beiden spielenden Jungen und zucke belustigt mit den Schnurrhaaren.
Als mein Mentor geht, um sich Frischbeute zu holen, esse auch ich meine Kröte auf, die gar nicht so schlecht schmeckt, wie ich erwartet habe. Nachdenklich sehe ich zum Schülerbau und überlege kurz, schon schlafen zu gehen, als Dämmerpfote und Efeustern zurückkommen, doch meine Schwester und Pilzfarn sind allerdings nicht bei ihnen. Trotzdem bin ich froh und winke die graue Schülerin mit meinem Schweif zu mir, um sie einzuladen, sich zu mir zu gesellen. Vielleicht möchte sie auch bei Efeustern bleiben. Ich werfe einen kurzen Blick Richtung Himmel. Oder schlafen gehen, es ist immerhin spät. Hoffentlich kommt Echopfote auch bald. So lange sie nicht hier ist, kann ich auch nicht schlafen und dann sind wir morgen beide todmüde.
Re: Lager
von Schwanenpfote am 19.03.2021 01:45Schattenkralles Antwort höre ich aufmerksam zu, wobei ich nachdenklich auf den Boden gucke. Das ist fair, denke ich, als er erklärt, dass wir durchaus auch fremde Katzen aufnehmen. Meine Gedanken schweifen kurz zu der Streunerin mit ihrem Jungen, die gestern in unser Lager gekommen ist. Mir fällt ein, dass ich sie noch nicht gesehen habe und frage mich, ob sie sich uns anschließen will oder darf. Es kommt also auf die Katze drauf an. Ich freue mich, dass mein Mentor mir meine Fragen so geduldig und ausführlich beantwortet. Wäre ich Pilzfarns Schülerin geworden, hätte ich dem viel stillen und unsicher wirkenden Krieger wahrscheinlich nicht so viel mit meiner Neugier belästigt, mit der Vermutung, es könnte ihn noch mehr belasten, als die Tatsache eine Schülerin zu haben es sowieso schon tut. Meine Schwester ist meiner Erfahrung nach allerdings nicht für ihre Sanftmütigkeit bekannt und ich kann nur für die beiden hoffen, dass der Krieger mit ihrer Art klarkommt. Schließlich kann sie auch anders. Schattenkralle macht auf mich jedoch einen selbstsicheren Eindruck, seine Erklärungen lassen mich vermuten, dass er viel Erfahrung hat und meine Fragen scheinen ihn nicht zu stören.
Der Krieger schließt das Thema und somit das Training für den Tag ab und kündigt Jagd- sowie Kampftraining an. Aufgeregt und vorfreudig auf meine erste Kampfstunde leuchten meine Augen, als ich wieder zu Schattenkralle sehe. Obwohl meine Pfoten vor Müdigkeit schon schwer sind, kommt mir der Tag etwas zu kurz vor, und ich mir recht unproduktiv. Zwar habe ich eine Maus zum Frischbeutehaufen beigetragen, aber ich habe mir selber auch etwas genommen, was es ja wieder ausgleicht. "Kann ich mich noch irgendwie nützlich machen, bis Echopfote und Dämmerpfote zurück sind?", frage ich meinen Mentor sicherheitshalber, nachdem ich einen Biss von der Kröte genommen habe und gähne. An das viele Herumlaufen muss ich mich wohl noch gewöhnen.
Re: Lager
von Schwanenpfote am 18.03.2021 13:17Aufmerksam höre ich Schattenkralles Erklärung zu. Klingt kompliziert... Aber wir können dem VeilchenClan vertrauen, was das angeht, oder nicht? Ich frage dies allerdings nicht laut, da es mir, angesichts der Tatsache, dass wir ihre hilfesuchenden Kriegern aufgenommen hat, unhöflich erscheint. Außerdem haben die Katzen des VeilchenClans einen recht freundlichen Eindruck auf mich gemacht, misstrauen tue ich ihnen also sowieso nicht. Die Informationen meines Mentors üben den anscheinend sehr komplexen, jedoch seltenen, Fall, lasse ich kurz auf mich einwirken, bevor ich nicke. Das heißt wenigstens, dass die Clans sich so gut wie immer an dieses Gesetz zu halten. Jedenfalls würde Efeustern sowas nicht tun, glaube ich.
Dann zählt er die nächsten Gesetze auf. Ich bin ganz froh, dass man zu Eindringlingen nicht unfreundlich sein muss, da ich keine unnötigen Kämpfe anzetteln wollen würde. Auch ein Junges in Not zu retten scheint mir selbstverständlich. Wieso sollte ich die Rettung verweigern, nur weil es nicht aus meinem Clan kommt oder fremd ist? Das Schattenkralle das nächste Gesetz um ein paar Wörter ergänzt, fällt mir natürlich nicht auf. Aber ich merke mir, wo die Prioritäten zu sein scheinen; das Gesetz der Krieger und der SternenClan stehen sogar über dem Anführer.
Als Schattenkralle dann erwähnt, dass es verboten ist zu töten, verziehe ich leicht das Gesicht. Wer würde einer anderen Katze das Leben nehmen? Die Vorstellung, so etwas tun zu wollen, ist für mich unverständlich. Ich kann nur zum SternenClan beten, dass ich niemals in eine Situation komme, in der Mord der einzige Ausweg ist. Bei dem nächsten Gesetz erzählt mein Mentor vorweg, dass er es für Blödsinn hält, was mich neugierig macht. Amüsiert zucke ich mit den Schnurrhaaren. Ich kann nachvollziehen, weshalb Hauskätzchen ihre Lebensweise der unserer vorziehen, es ist immerhin sicherer, wobei ich selber mein Leben im Clan für nichts aufgeben würde. Herablassend gegenüber ihnen muss man auch nicht sein.
Das scheint das letzte Gesetz gewesen zu sein und ich gehe die vorherigen kurz in meinem Kopf durch, soweit ich mich erinnern kann. "Wenn sich eine Clankatze doch entscheidet, dass sie eine Hauskatze werden möchte, würden wir sie gehen lassen?", frage ich nachdenklich. "Und wenn eine Hauskatze sich uns anschließen möchte, würden wir sie aufnehmen?"
Re: Frischbeutehaufen
von Schwanenpfote am 16.03.2021 14:24Eidechsen:
Frösche/Kröten:
Moorvögel:
Mäuse: 4
Waldvögel: 2
Eichhörnchen: 1
Kaninchen:
Raubvögel:
Fische:
Schneehasen:
Re: Lager
von Schwanenpfote am 16.03.2021 14:23<--- Wald
Ich trage stolz meinen ersten Fang in das Lager und sehe mich kurz um. Bei dem Anblick der Jungen, die aufgeregt um Streifenfell hüpfen, zucke ich belustigt mit den Schnurrhaaren. Ihr Vater Nebelschweif, Honigfeder, sowie eine VeilchenClan-Kriegerin sind ebenfalls im Lager. Etwas enttäuscht stelle ich fest, dass weder Echopfote noch Dämmerpfote bereits zurück sind. Schade, ich hätte mir die Beute gerne mit meiner Schwester geteilt, oder Dämmerpfote.
Schattenkralle wendet sich nun wieder an mich. "Mach ich." Froh, endlich etwas essen zu dürfen, tappe ich zum Frischbeutehaufen und lege meine Maus dort ab.
---> Frischbeutehaufen
<--- Frischbeutehaufen
Wie mein Mentor mir gesagt hat, nehme ich mir eines der Stücke, die älter aussehen, also eine Kröte. Zwar bin ich nicht sonderlich begeistert von diesen Tieren, aber Beute ist nunmal Beute, und irgendwer sollte es nehmen, bevor es nicht mehr genießbar ist. Hauptsache, ich kann etwas essen. Währendessen führt Schattenkralle seine Erklärung der Gesetze fort. Ich habe gerade die vorherigen Informationen verarbeiten können, aber sein Redefluss macht mir nichts aus, da ich ganz gut hinterherkomme, solange ich mir das Wichtigste gedanklich wiederhole und einpräge. Manches kenne ich auch bereits aus dem alltäglichen Clanleben, wie das Mindestalter der Schüler.
"Was passiert, wenn die Clans trotzdem bei einer großen Versammlung kämpfen? Man bestraft bei Verstößen die schuldige Katze ja, aber man kann doch nicht einen ganzen Clan bestrafen. Vetraut man einfach, dass niemand angreift?", möchte ich wissen, obwohl es sein könnte, dass sowas schlicht nicht passiert und lege, abgelenkt durch meine Neugier, die Kröte erstmal auf den Boden.
Re: Wald
von Schwanenpfote am 15.03.2021 14:46Während Schattenkralle ebenfalls den Fluss überquert, antwortet er auf meine Frage und ich lege den Kopf leicht schief. Klingt hart, macht aber Sinn, kommentiere ich gedanklich. Meine Gedanken schweifen zu Efeustern, und ich kann mir vorstellen, dass die Anführerin bei Verstößen sehr streng sein kann. Da ich sowieso nicht vorhabe, das Gesetz zu brechen, mache ich mir keine weiteren Gedanken darüber, merke es mir jedoch.
Als er dann zu dem vierten Gesetz kommt, versuche ich mich auf seine Worte zu konzentrieren und gleichzeitig die riskant aussehenden Stellen des Moors zu vermeiden. Beute darf nur zum essen erlegt werden. Und auch nicht auf der Jagd gegessen werden. Und ich darf sie nicht auf dem Territorium des anderen Clans verfolgen. Der Clan muss unbedingt verteidigt werden, fasse ich alles zusammen, während wir das Lager betreten. Ob die Anderen auch schon wieder da sind?
-->Lager
Re: Wald
von Schwanenpfote am 15.03.2021 11:54Ich folge Schattenkralles Blick in den Himmel und stelle fest, dass es tatsächlich schon später war, als ich erwartet habe. Mit der Maus im Maul folge ich Schattenkralle Richtung Lager.
Während er mir bereits etwas zu dem Gesetz erzählt, spitze ich die Ohren. Das Gesetz der Krieger ist sehr wichtig, schließe ich, da die Krieger ziemlich viel Wert auf die Einhaltung der Regeln legen. Obwohl die erste Regel etwas harsch klingt, bezweifle ich nicht seine Richtigkeit. Die Sicherheit des Clan ist an erster Stelle, selbst, wenn es mein Leben kostet. Trotzdem bin ich ganz froh, dass Freundschaften mit Katzen des anderen Clans nicht komplett verboten sind.
Dann kommt der Krieger zu dem zweiten Gesetz. Betrete nicht das Territorium des anderen Clans. Nun verstehe ich auch die Wichtigkeit der Grenzen und wieso wir sie täglich kontrollieren. Ich stelle es mir frustrierend vor, Beute zu verfolgen, nur damit sie am Ende über die Grenze flüchten kann und dem anderem Clan gehört, aber Regel ist nun mal Regel. "Verstanden", nuschle ich durch die Frischbeute zwischen meinen Zähnen.
"Was passiert eigentlich, wenn jemand gegen das Gesetz verstößt? Wird derjenige dann bestraft?", frage ich, als wir schließlich erneut an dem Fluss ankamen, dann schüttle ich den Kopf bei seinem Angebot. Nach meinem kleinen Fehler bei der ersten Überquerung des Flusses möchte ich ungern den Eindruck machen, ich hätte Schwierigkeiten mit dem Baum. Also gehe ich die Maus tragend den Stamm entlang. Diesmal sind meine Schritte bedachter und ich habe bereits vorsichtshalber meine Krallen ausgefahren. Die Beute halte ich fest, fast schon verkrampft, zwischen meinen Zähnen, damit sie mir auch ja nicht in das Wasser fällt.
Froh, es geschafft zu haben, wenn auch etwas langsamer als bei dem ersten Mal, springe ich auf der anderen Seite von dem Baum runter und sehe kurz zum Moor, während ich auf Schattenkralle warte.
Re: Wald
von Schwanenpfote am 15.03.2021 01:08Als Schattenkralle die Regel erklärt, zucke ich leicht mit dem Ohr, nicke aber, da ich den Sinn dahinter verstehe und merke mir die Vorschrift. Dann lege ich die Beute vor meine Pfoten und sehe aufmerksam zu meinem Mentor, um die ganzen Informationen aufnehmen zu können. Wir gehen wieder zurück? Schon? Egal, ich habe heute immerhin schon Beute gefangen, Echopfote sicher auch, denke ich und freue mich schon fast, wieder zurück ins Lager zu gehen, um mich hoffentlich mit den anderen Schülern, besonders Echopfote, über den Tag auszutauschen.
Der Krieger beginnt nun, mir sein Wissen über die Jagd von Vögeln und Eichhörnchen zu erzählen. Vögel jagen ist wie bei Mäusen, aber sie fliegen weg, also muss man nach oben zielen. Eichhörnchen klettern, wenn ich folge muss ich aufpassen, dass die Äste mich halten können, mache ich mir gedanklich Stichpunkte, um das Wichtigste nicht zu vergessen, da es sich für mich wie etwas viele Informationen auf einmal anfühlt. Meine Augen funkeln erfreut, als er die Jagd nach schwierigerer Beute erwähnt, besonders die Raubvögel auf dem Berg will ich irgendwann mal fangen können. "Ich werde ganz viel üben!", versichere ich meinem Mentor mit sicherer, motivierter Stimme, bevor ich bei seiner Frage den Kopf schüttel. "Nein." Ich denke, soweit alles über das Jagen von Vögeln, Mäusen und Eichhörnchen verstanden zu haben, fürs Erste. Also nehme ich meine Maus ins Maul, um meinen ersten Fang ins Lager zu tragen.
Re: Wald
von Schwanenpfote am 14.03.2021 02:52Neugierig auf die Geschichte lausche ich Schattenkralles Erklärung. "Oh...", meine ich bei dem eher tragischen Ereignissen. Ich blicke kurz zu dem Krieger und zucke nachdenklich mit den Schnurrhaaren. Mussten meine Eltern auch gegen Dachse kämpfen? Bestimmt. Das haben sie noch nie erwähnt, vielleicht wollten sie nicht darüber reden, überlege ich. Hoffentlich passiert sowas nie wieder. Bei der Vorstellung muss ich schlucken und bemerke, dass auch Schattenkralle seufzt, als er über die schweren Zeiten redet. Dann spricht er über den SternenClan, und der Gedanke, dass unsere Ahnen uns zusehen, beruhigt mich etwas.
Auch ich bemerke, dass die Maus in der Nähe ist, weshalb ich stehen bleibe. Diesmal schaffe ich es, nehme ich mir vor und gehe in die Kauerhaltung. Wie auch bei meinem ersten Versuch konzentriere ich mich beim Schleichen besonders darauf, kein Geräusch zu machen und mich hinter den blattlosen Büschen versteckt zu halten. Zufrieden, dass ich es geschafft habe, relativ nah an das Beutetier zu kommen, mache ich mich zum Sprung bereit. Obwohl sie mich nicht bemerkt zu haben scheint, fängt die Maus an, loszulaufen. Nein! Sofort springe ich ab, schließlich will ich meinen Fehler nicht wiederholen, in der Hoffnung sie doch noch zu erwischen. Ich lande knapp hinter hier, auf das Geräusch hin läuft die Maus schneller. Zu stur, um jetzt aufzugeben und da es mir noch nicht komplett verloren scheint, hetze ich einige Herzschläge hinter dem Tier hinterher, bevor ich mich auf es Stürze und mit meinen Pfoten erwische. Ich halte sie mit meinen Krallen fest und zucke aufgeregt mit dem Schweif, ehe ich inne halte. Was war nochmal der nächste Schritt? Ach ja, der Biss! Ich beiße dem Tier in den Nacken, bis ich merke, dass es erschlafft.
"Ich hab's geschafft!", nuschle ich mit der Beute im Maul und sehe mit glücklich funkelnden Augen zu Schattenkralle. Der Geruch der Frischbeute erinnert mich ebenfalls daran, dass mein Hunger inzwischen größer geworden ist. "Darf ich... das jetzt essen?", frage ich zögerlich.




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